Feeeeeeeeerien – mit Eulendrink und Shari Vari

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Die Eulen von links nach rechts: Zeinab, Hayal, Dörte, Anife, Weronika, Kasia, Arlena, Morvarid, Fotocredit: Thorsten Leistner

Die Eulen wünschen euch einen wundervollen Sommer und verabschieden sich mit einem Gruß aus der Schulkantine „Aroma“ und unserem Interview mit dem Hamburger Elektropopduo Shari Vari in die Sommerpause.

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Die Eulenblogredaktion mit den Chefs vom Aroma, Fotocredit: Thorsten Leistner

Hier unser Eulencocktail: alkoholfrei, erfrischend und echt leicht zu machen. Bereitet ihn euch zu, genießt ihn und lest dabei unser Interview mit Shari Vari.

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Ready für den Sommer mit Sombrero, Fächer und Eulendrink , Fotocredit: Dörte

Rezept für 1 Glas: 10 cl Ananassaft, 4 cl dickflüssige Kokosnusscreme (Cream of Coconut), 2 cl Schlagsahne, 3-4 Eiswürfel (crushed ice), 1 Ananasscheibe, 1 Schirmchen, 1 Strohhalm (besser nicht aus Plastik!)

Jetzt geht es los mit unserem Interview: Zu Besuch bei Shari Vari

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Im Musikstudio von Shari Vari in der Schanze in Hamburg, Fotocredit: Malin Sarge

Helena Ratka ist Filmemacherin und Musikerin. Sie hat Visuelle Kommunikation an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg studiert. Während ihres Studiums hat Helena im „Golden Pudel Club“ in Hamburg Musik aufgelegt, Soundtracks für ihre eigenen Filme geschrieben und die Galerie „Pow“ in Altona gegründet.

Seit 2011 kuratiert Helena zusammen mit Nika Breithaupt die Galerie des Golden Pudel Clubs unter dem Namen „Next Time…“ und macht außerdem für Theaterstücke Videos und Musik. Als Solokünstlerin hat Helena unter dem Namen „qp“ ein Tape mit dem Namen „Spine“ auf dem Label „The Cosmic Cunt Clan“ veröffentlicht.

Sophia Kennedy ist eine amerikanische Sängerin und Musikerin. Sie wuchs in Baltimore im Bundesstaat Maryland an der Ostküste der Vereinigten Staaten von Amerika auf. In Hamburg studierte sie ebenfalls an der Hochschule für Bildende Künste. Im Frühjahr 2017 veröffentlichte sie ihr Debütalbum „Sophia Kennedy“ bei Pampa Records.

Sophia ist auch als Theatermusikerin tätig, sie komponiert unter anderem für das Gorki Theater Berlin, das Deutsche Theater Berlin und das Schauspiel Leipzig. Sie lebt und arbeitet in Hamburg.

Gemeinsam mit Helena Ratka gründete Sophia Kennedy das Duo „Shari Vari“, das im Januar 2017 seine erste EP „Life Should Be a Holiday“ auf dem Label „it’s“ von Richard von der Schulenburg veröffentlichte.

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Beim Interview wurde das „Elektrozeichen“ erfunden, Fotocredit: Malin Sarge

Eulen: Hallo Sophia, hallo Helena! Wo seid ihr geboren? Wo kommt ihr her?

Sophia: Ich komme aus Baltimore, USA. Ich bin als Kind nach Deutschland gezogen und seitdem lebe ich hier.

Helena: Ich bin in Hamburg geboren und habe mit einer kleinen Unterbrechung immer hier gelebt.

Eulen: Was habt ihr in eurem Leben bisher gemacht?

Sophia: Ich habe Seepferdchen und ein schlechtes Abitur. 

Helena: Ich wandere immer vom Film zur Musik und wieder zurück.

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Helena und Sophia in action, Fotocredit: Malin Sarge

Eulen: Wann habt ihr angefangen, Musik zu machen? Welche Instrumente könnt ihr spielen?

Sophia: Wir haben uns in Hamburg an der HfbK (Hochschule für Bildende Künste, die Eulenredaktion) kennengelernt, uns eine Flasche Sekt gekauft und aus Spaß Stücke aufgenommen. Seitdem haben wir uns zusammen entwickelt wie der Affe zum Homo Sapiens. Wir haben immer noch große Freude beim Musikmachen. Ich kann Klavier spielen und bin Meisterin an der Flöte.

Helena: Ich habe in der Schulband Saxophon gespielt, was ich dann aber abgebrochen habe, weil das Saxophon nur geliehen war. Jetzt spiele ich größtenteils Synth und ein bisschen Schlagzeug.

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… und in noch mehr action, Fotocredit: Malin Sarge

Eulen: Warum habt ihr Shari Vari erschaffen?

Sophia: Weil wir gerne zusammen Musik machen und das in eine Form bringen wollten.

Eulen: Warum habt ihr euch diesen Namen gegeben?

Helena: Wir hatten ein bisschen Schwierigkeiten, einen Namen für unser Projekt zu finden und haben am Ende wieder alle Namen von der Liste gestrichen. Wir haben dann das Stück Shari Vari von A Number Of Names gehört und haben gedacht, wir könnten uns auch einfach nach einem Lieblingsstück benennen. Außerdem heißt Shari Vari auch Vielfalt, das passt auch zu der Musik, die wir machen.

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Shari Vari featuring Zeinab, Fotocredit: Malin Sarge

Eulen: Ist Musikmachen euer Traumberuf? Warum habt ihr euch für diesen Job entschieden?

Sophia: Weil es der schönste und einfachste Weg ist, mein Leben zu bestreiten.

Helena: Ich bin eher reingerutscht, habe ja Film studiert, aber immer schon eine große Leidenschaft für Musik und Musikmachen gehabt.

Eulen: Habt ihr einen zweiten Job?

Sophia: Nein, ich halte mich mit Theatermusik über Wasser und lebe von meinen Auftritten.

Helena: Ich mache auch Musik am Theater und arbeite noch in der Mediathek vom NDR. Es ist wie eine Art Absicherung für Zeiten, in denen meine Freiberuflichkeit nicht funktioniert.

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Zeinab an den Synth, Fotocredit: Malin Sarge

Eulen: Warum macht man als Band Musikvideos?

Sophia: Weil es eine gute Form ist, das, was man macht, auf einer anderen Ebene zu zeigen und um Aufmerksamkeit zu generieren.

Helena: Für mich ist es toll, weil ich so beide Kunstformen, die ich liebe, zusammenbringen kann.

Eulen: Welches ist das aktuellste Musikvideo von Shari Vari und was passiert darin?

Helena: Das aktuellste heißt „Pool“ und wir laufen betrunken durch eine Großstadt und machen Scheiß, als wären wir in einem Pool und würden herumstrudeln.

Eulen: Wir haben uns außerdem das Musikvideo „Being Special“ von dir, Sophia, angeschaut. Warum spielt es in einem Einkaufszentrum? Was wolltest du damit sagen?

Sophia: Das Video hat Katharina Duve gemacht, eine Videokünstlerin und Regisseurin aus Hamburg. Das Stück behandelt Paranoia und die Überromantisierung von Einzelgängertum. Es spielt in einem Einkaufszentrum, weil es ein öffentlicher Ort ist, in dem man einer unter vielen ist.

Eulen: Wie fühlt man sich eigentlich, wenn man bekannt ist? Welche Folgen hat das?

Helena: Wir sind noch nicht richtig bekannt, aber auf dem Weg. Unser Ziel ist es, größer zu werden als Madonna und Michael Jackson zusammen.

Eulen: Wie fühlt ihr euch, wenn ihr als Shari Vari auf die Bühne geht bzw. wenn ihr auf der Bühne steht?

Sophia: Es ist aufregend und anstrengend zugleich. Man muss sich konzentrieren und zur selben Zeit Selbstbewusstsein ausstrahlen.

Helena: Es gibt einem aber auch Selbstvertrauen, dass man nicht allein auf der Bühne steht, das fällt mir immer schwerer. Auch vor dem Auf-die-Bühne-gehen hat man jemand, mit dem man sich verschwören kann.

Eulen: Was macht ihr, wenn ihr ein Konzert gebt, aber keine gute Laune habt?

Helena: Die gute Laune kommt meistens von allein zurück, wenn man auf der Bühne steht.

Eulen: Ist die Musikbranche eigentlich manchmal oberflächlich?

Helena: Ja. Wie in jeder Branche gibt es gute und schlechte Seiten. Man muss halt darauf achten, dass man seinem Ideal treu bleibt und sich wehrt, wenn man das Gefühl hat, zum Beispiel auf Äußeres reduziert oder ausgenutzt zu werden. Ich denke aber, das machen wir ganz gut und sind selbstbewusst genug.

Eulen: Könnt ihr euch vorstellen, eine regelmäßige Show im Fernsehen zu haben?

Sophia: Ja, das stelle ich mir lustig vor. Ich wäre gern zusammen mit Helena die Zauberkugel von Mareike Armado aus der „Mini Playback Show“.

Eulen: Singt ihr auch unter der Dusche?

Helena: Nein.

Sophia: Ja.

Eulen: Hört ihr eure eigene Musik auch selber privat zu Hause?

Helena: Sicherlich.

Sophia: Selten.

Eulen: Gibt es auch langweilige Interviews? Wie fandet ihr unseres?

Sophia: Toll!

Liebe Leserinnen und Leser!

Herzlich willkommen auf dem Eulenblog, dem journalistischen Projekt der bmk in Hamburg. Unser Blog trägt diesen Namen, weil die Eule schon in der Antike als Symbol der Weisheit galt und unsere Schule im Eulenkamp liegt. 

Der Eulenblog wird ausschließlich von Schülerinnen gemacht. Die jungen Frauen aus unterschiedlichen Ländern sammeln hier ihre ersten journalistischen Erfahrungen, schreiben Artikel, führen Interviews und entwickeln ihre eigene Stimme. Wir sind besonders stolz, dass ein Teil der jungen Frauen auf dem Eulenblog erstmalig persönliche Texte in deutscher Sprache, also nicht der Muttersprache, präsentiert. 

Zurzeit schreiben Schülerinnen für den Eulenblog, die aus Afghanistan, Syrien, dem Iran, Armenien, Polen, Bulgarien und Deutschland stammen. Sie besuchen bei uns an der bmk die Bildungsgänge Ausbildungsvorbereitung für Migrantinnen, Fotografie, Mediengestaltung und Kaufmännische Assistenz für Fremdsprachen. Die jüngsten unserer Redakteurinnen sind 17 Jahre alt.

In Kürze posten wir unser erstes Interview mit dem Elektropopduo Shari Vari, das wir in seinem Musikstudio in der Sternschanze besucht haben. Ein großes Dankeschön geht auch an Mediengestalterin Jule, die unser Eulenlogo kreiert hat.   

Hier könnt ihr nun die wunderbare Eulenredaktion kennenlernen: unsere Redakteurinnen haben geschrieben, wer sie sind und was in ihrem Leben besonders wichtig ist. 

Viel Spaß beim Lesen wünschen euch 

Arlena und Dörte

Redaktions- und Projektleitung

Mein bester Freund – von Hayal

Hallo, ich heiße Hayal. Ich bin 17 Jahre alt und komme aus Syrien.

Ich will euch erzählen, wie man allein zur Ruhe kommen und etwas gegen blöde Gedanken machen kann. Ich habe ein Heft, das ich geschenkt bekommen habe. Das Heft ist mein Leben in Hamburg. Seit ich in Hamburg bin, habe ich dieses Heft.

Wenn ich traurig bin, dann schreibe ich in das Heft. Wenn ich glücklich bin, dann schreibe ich auf, was passiert ist. Wenn meine besten Freunde Geburtstag haben, schreibe ich auch etwas. Denn wenn ich geschrieben habe, ist es so, als ob ich mit ihnen gesprochen habe. Ja, das stimmt wirklich.

Mein Heft ist nur ein Heft, aber es versteht mich. Es redet nicht mit mir und besteht nur aus Papier, aber es versteht mich. Das Heft ist mein bester Freund. Bis später, mein Tagebuch!

Zenab Tagebuch
Hayals Tagebuch, Fotocredit: Hayal

Mit Musik durchs Leben – von Zeinab

Ich bin Zeinab und komme aus Afghanistan. Ich höre gerne Musik, egal was für ein Gefühl ich habe.

Wenn ich glücklich, sauer oder traurig bin oder auch, wenn ich mich manchmal einsam fühle.

Eigentlich fühle ich, dass Musik mich versteht. Musik beruhigt mich. Musik drückt die Gefühle eines Menschen aus. Für mich ist Musikhören das Beste. 

Kein Leben ohne Musik, Fotocredit: Zeinab

Meine kleine Welt – von Weronika

Hi und hello my friend! Ich bin eine unerfüllte Künstlerin namens Weronika und komme aus Polen. Auf diesem Foto hier seht ihr mein Erinnerungsnotizbuch. In diesem Erinnerungsnotizbuch sind meine Erinnerungen, die ich erlebt habe, wie z.B. Tickets vom Kino oder von Museen oder Tickets von Ausflügen, aber auch Einladungen oder Fotos. Das ist mein kleines Leben in dieser großen, langweiligen Welt. Ach ja! Ähm… ich habe es vergessen.

Schöne Erinnerungen forever, Fotocredit: Weronika

Ein Lächeln in meinem Herzen – von Morvarid

Hallo, mein Name ist Morvarid, ich bin 18 Jahre alt und komme aus dem Iran.

Ich möchte über Liebe schreiben. Ich bin sehr leidenschaftlich und Gefühle sind mir wichtig. Ich liebe einen Jungen und ich fühle mich gut, wenn ich mit ihm rede. Er versteht mich meistens und sagt mir, was ich in schwierigen Situation machen soll.

Liebe gibt mir Freude. Manchmal macht Liebe die Menschen aber auch blind.

Das schönste Gefühl der Welt, Fotocredit: Agheleh

Was ist Glück? – von Lulu

Das Thema „Glück“ definiert jeder anders. Glück ist für mich einerseits die eigene Einstellung gegenüber dem Leben und andererseits die Umstände, in denen man lebt. Ich schätze mich glücklich, eine Familie zu haben, die mich liebt und unterstützt, eine schöne Wohnung, ein paar gute Freunde und einen ideenreichen, wenn auch manchmal durchgeknallten Verstand. Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, nicht nur immer nach den Dingen oder Ereignissen zu schauen, die wir noch nicht haben und vielleicht auch nie haben werden.

Man sollte die Dinge im Leben schätzen, die wir bereits haben. Es ist wichtig sein eigenes Glück zu kennen, weil Undankbarkeit schnell zu Unzufriedenheit führen kann. Mit Unzufriedenheit wachsen auch andere negative Emotionen wie Neid oder Gier. Davon hat man meiner Meinung nach nichts. Deshalb möchte ich an alle appellieren, auf die eigene Definition von Glück zu achten und vielleicht auch die generierten Glückswerte unserer heutigen Gesellschaft wie materiellen Reichtum, Geld oder Karriere infrage zu stellen.

Lulu vor der Glücksschweinchenbahn, Fotocredit: Christian

Mein Hamster Chuda – von Kasia

Hallo! Ich heiße Kasia und komme aus Polen. Ich habe einen Hamster. Sein Name ist Chuda. Er ist ein Weibchen. Chuda ist fünf Monate alt, das bedeutet, dass sie 17 Jahre und fünf Monate jünger ist als ich. Wir wohnen zusammen in Hamburg in einem Zimmer. Im Vergleich zu mir hat sie ein kleines Haus in einem großen Käfig, in dem sie gern schläft und spielt.

Redaktionshamster Chuda, Fotocredit: Kasia

Upside down mit Yoga – von Dörte

Mein Name ist Dörte. Seit ich 15 Jahre alt bin, mache ich Yoga. Ein Leben ohne Yoga kann ich mir nicht mehr vorstellen. Yoga ist deshalb für mich wie ein vertrauter Freund, der mich durchs Leben begleitet. Egal wie es mir vor dem Yoga geht, nachher bin ich glücklich und entspannt. Das liebe ich daran!

Eine Besonderheit beim Yoga sind die Umkehrhaltungen. Es gibt viele verschiedene Übungen dazu. Sie sind gut für die Organe, die Durchblutung und die Konzentrationsfähigkeit. Eine der schönsten Übungen, aber auch eine der schwersten, ist sicherlich der Kopfstand. Ganz nebenbei sorgt der Kopfstand auch dafür, die Welt mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Den eigenen Blickwinkel zu ändern, ist die Lösung vieler Probleme!

Die Welt auf den Kopf stellen mit dem Yoga-Feed-up-Hocker, Fotocredit: Dörte

Freundschaft – von Arlena

Mein Name ist Arlena und gemeinsam mit Dörte bilde ich die Redaktionsleitung des Eulenblogs. Besonders wichtig ist mir Freundschaft, denn meine Freunde erden mich, inspirieren mich und machen mich glücklich. 

Mein bester Freund heißt Ole. Ich kenne ihn seit der 5. Klasse. Wir haben zusammen Mathe gelernt, Beatlesschallplatten gehört und lachen uns immer noch über dieselben Sachen schlapp wie vor 20 Jahren. 

Inzwischen ist Ole Geschäftsführer der Right Livlihood Award Foundation, die einmal im Jahr den Alternativen Nobelpreis an Menschen verleiht, die Großartiges für unsere Umwelt und Gesellschaft leisten. Ich hoffe, die Redakteurinnen des Eulenblogs werden Ole auch noch interviewen.  

Freundschaft Arlena
Arlena und Ole auf dem Dach von Oles Elternhaus, Fotocredit: Jörg Bieger