Eulentanz ums Freudenfeuer

Tanzen macht glücklich! Das haben die Eulen schon lange entdeckt. Auf Alexandra war die Eulenblogredaktion deshalb besonders neugierig, denn ihr Angebot heißt FREUDENFEUER. Alexandra verbindet in ihren Sessions geführten und freien Tanz mit Meditation und anderen interessanten Elementen zur Selbstfürsorge. Kreativ war die Halbgriechin schon immer. Sie arbeitete in der Werbebranche, studierte Kunstgeschichte und Kulturwissenschaften in Berlin, London und New York, war Galeristin und ist heute neben dem freien Tanz als Model tätig. Aufgrund ihrer persönlichen Lebensgeschichte beschloss Alexandra schon vor Jahren unkonventionelle Wege zu gehen, erlernte verschiedene Tanzrichtungen autodidaktisch und traf immer wieder auf inspirierende Menschen, die den Zusammenhang von Körper und Geist genauso wichtig finden wie sie. Inzwischen kann sich Alexandra ihr Leben ohne Tanz gar nicht mehr vorstellen. Spannend, fanden die Eulen… und baten Alexandra zum Gespräch. Sie revanchierte sich prompt und lud die Eulen zu FREUDENFEUER ein: Per Zoom im Klassenraum. Was passiert, wenn ein Engel und viele Eulen zusammen tanzen, meditieren und sich entspannen, erfahrt ihr in folgendem Interview.

Alexandra tanzt über Videokonferenz zu den Eulen in den Klassenraum, Fotocredit: Arlena

Eulen: Dürfen wir Sie duzen?

Alexandra: Na klar! 

Eulen: Wie geht es dir heute?

Alexandra: Mir geht es sehr gut, danke. Selbst inmitten dieser turbulenten Zeiten habe ich täglich viele Gründe, glücklich und dankbar zu sein.

Alexandras sanfte und zugleich kraftvolle Art überträgt sich sofort auf die Eulen, Fotocredit: Arlena

Eulen: Wie hast du entdeckt, dass du Talent zum Tanzen hast?

Alexandra: Das habe ich tatsächlich erst spät entdeckt. Tanzen hat mir immer schon unglaubliche Freude gemacht, das geht uns ja wahrscheinlich allen so. Aber ich habe erst einen ganz anderen Berufsweg verfolgt, war viele Jahre Galeristin in Berlin und weit davon entfernt, freies Tanzen zu praktizieren und zu unterrichten. 

Die Eulen und ein Engel stretchen ihre Flügel, Fotocredit: Arlena

Eulen: Wo hast du Tanzen gelernt?

Alexandra: Jazz und Modern Dance habe ich in Hamburg in der Lola Rogge Schule gelernt, und bei Beate Schüssler-Preuss, ebenfalls ein Tanzstudio in Hamburg. Das freie Tanzen habe ich in Berlin begonnen. Es gibt verschiedene Richtungen, wie zum Beispiel 5 Rhythmen oder Soul Motion.

Eulen: Kannst du uns mehr über die täglichen Aufgaben deiner Arbeit erzählen?

Alexandra: Momentan gebe ich drei Mal die Woche FREUDENFEUER Sessions, und die brauchen natürlich technische und inhaltliche Vorbereitung. Vor dem Lockdown habe ich auch regelmäßig Workshops und Seminare gegeben, habe auf Kongressen gesprochen und bin bei Festivals aufgetreten. Ich freue mich, wenn die Zeit wiederkommt, in der wir uns auch wieder live begegnen können.

Wenn es nach den Eulen geht, gerne jeden Schultag mit Alexandra online, Fotocredit: Arlena

Eulen: Kann Tanz bei Stress und wenn man Sorgen hat, helfen?

Alexandra: Auf jeden Fall. Es ist sogar wissenschaftlich bewiesen, dass zehn Minuten Tanzen am Tag reichen, um dich aus dem Kopf in deinen Körper zu bringen. Wenn deine Gedanken nicht zur Ruhe kommen oder du nervös oder ängstlich bist und ein starkes Gedankenkarussel hast, gibt es meiner Erfahrung nach keine bessere Möglichkeit, als sich durchs Tanzen zu befreien, um wieder ruhig zu werden. Und wenn es nur ein Song ist, dein Lieblingssong, den du ein Mal am Tag laut aufdrehst und wild dazu tanzt. In unseren Körperzellen speichern sich sämtliche Ängste und Schockerlebnisse, die wir in unserem Leben erfahren haben. Es reichen drei Minuten Schütteln deines Körpers und deine Energie beginnt wieder zu fließen, und die Blockaden und gespeicherten Ängste können sich lösen. 

Alexandra belebt die Eulen von Kopf bis Fuß, Fotocredit: Dörte

Eulen: Was ist für dich der schwierigste Aspekt beim Tanzen?

Alexandra: Vielleicht einer sehr komplexen Choreografie zu folgen? Ich unterrichte ja überwiegend freies Tanzen, da hat der Körper die Möglichkeit, sich genauso zu bewegen, wie er sich gerade fühlt. Mal langsam, mal schnell, sanft, kraftvoll, ekstatisch oder ruhig. Auch wenn die Musik einen gewissen Rhythmus vorgibt, so ist es für mich ganz entscheidend, dass man sich so bewegt, wie es sich in dem Moment gut anfühlt. Daher gibt es bei FREUDENFEUER auch kein Richtig oder Falsch. Das empfinde ich als ungemein heilsam, und es sorgt auch immer wieder für Überraschungen. Wenn du deinem Körper die Führung übergibst, überrascht er dich mit dem, was aus ihm herauskommt. Eine Choreografie ist mit ihren vorgegebenen Bewegungsabläufen ganz anders.

90 Minuten mit Alexandra sind ein super Workout, Fotocredit: Arlena

Eulen: Hast du Interesse, Tänze anderer Kulturen auszuprobieren? Wie findest du Bauchtanz?

Alexandra: Unbedingt. Ich bin ganz begeistert von afrikanischen Trommeltänzen. Und auch der Bauchtanz reizt mich sehr. Momentan übe ich online mit einer Lehrerin aus den USA, eine unglaublich talentierte und sinnliche Bauchtänzerin.

Auch die Eulen tanzen traditionelle Tänze aus ihren Heimatländern für ihr Leben gern, Fotocredit: Arlena

Eulen: Auf deiner Homepage haben wir gelesen, dass du mehrere Tumore hattest. Das hat uns sehr traurig und nachdenklich gemacht. Deshalb möchten wir wissen, ob du, nachdem der Tumor entdeckt wurde, dir überlegt hast, mit dem Tanzen aufzuhören?

Alexandra: Nein, im Gegenteil. Mein persönliches Schicksal hat mich eigentlich erst zum Tanzen geführt. Ich glaube fest an die Heilung durch Bewegung und Tanz. Meine Krankheitsgeschichte war mein „Wake Up Call“, weil ich durch den Tumor zu einer höheren Kraft gefunden habe.

Eule Shaermin meditiert, Fotocredit: Arlena

Eulen: Reicht es, wenn jemand Tanzen als Hobby hat, um tanzen zu lernen?

Alexandra: Absolut. Ich selbst hatte das Tanzen lange Zeit nur als Hobby und bin sehr glücklich darüber, jetzt selbst Kurse für freien Tanz und Meditation durchzuführen. Wichtige Erfahrungen habe ich dafür in den letzten Jahren durch etliche Workshops bei tollen Leuten gesammelt.

Eulen: Wo ist das Tanzstudio, in dem du unterrichtest, in fünf Jahren?

Alexandra: Schon im ersten Lockdown habe ich auf Online umstellen müssen, was sich aber als großes Geschenk herausgestellt hat. Ich konnte plötzlich überall Menschen erreichen, weit über Hamburgs Grenzen hinaus. Nicht nur deutschlandweit, sondern auch in Österreich, in der Schweiz und in Belgien haben Menschen, insbesondere Frauen, in den letzten Monaten mit mir getanzt. Ich fände es toll, wenn FREUDENFEUER eine Internationale „Bewegung“ wird – im wahrsten Sinne des Wortes. Und zwar für Männer und für Frauen.

Die Eulen tanzen um ihr FREUDENFEUER, Fotocredit: Dörte

Eulen: Danke, dass du unsere Fragen beantwortet hast.

Alexandra: Ich danke euch auch sehr für das schöne Interview. Es hat mir große Freude gemacht, eure kreativen und berührenden Fragen zu beantworten!

(Mehr von Alexandra auf https://www.alexandraverena.com/, die Eulenredaktion)